Treffen am 09.07.2019

Beim 6. Treffen der aktuellen Runde wurde das Thema Human Resources im Einkauf adressiert. Hierzu konnte mit Herrn Reinhold Werthmann ein erfahrener Personaler gewonnen werden, welcher die besonderen Anforderungen an den Arbeitsplatz der Zukunft im Allgemeinen und die erforderlichen Anforderungsprofile im Einkauf im Speziellen erörterte. Außerdem wurde dabei auf die Potentiale und Möglichkeiten bei der Akquise entsprechender Mitarbeiter eingegangen.

Am Nachmittag wurde dann ein Vortrag aus der Teilnehmerrunde zum Umgang mit Compliance in der Supply Chain, dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie den Umgang mit Geheimhaltungsvereinbarungen gehalten. Darauf aufbauend wurden dann verschiedene Lösungsansätze in der Runde diskutiert. Den Abschluss des letzten Treffens in der aktuellen Runde bildete eine offene Feedbackrunde sowie die Themenfindung für den neuen Einkaufsleiterkreis. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für das entgegengebrachte Vertrauen, die offenen Gespräche und den interessanten Austausch. Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Kreises im Herbst 2019.

Treffen am 02.05.2019

Beim fünften Treffen des Kreises war der Themenschwerpunkt auf interkulturelle Zusammenarbeit und geopolitsche Entwicklungen ausgerichtet. Als Referent war dabei am Vormittag Philo Holland zu Gast. Der Amerikaner, der bereits in vielen interkulturellen Projekten in Theorie und Praxis Erfahrung gesammelt hat, referierte über Stereotype, wie diese entstehen, was dies für Konsequenzen haben kann und was man dagegen tun kann. Zentraler Punkt des Vortrags war dabei auch ein Selbsteinschätzungstest der Teilnehmer, basierend auf einem wissenschaftlichen Modell, um zu sehen, wie man selbst im Vergleich zu anderen Kulturen und Ländern verortet ist. Davon ausgehend kann dann durch gezielte Schulungen die Offenheit für andere Sichtweisen gefördert werden. Dies gilt nicht nur für interkulturelle Differenzen, sondern auch intern für anders denkende Kollegen.

Am Nachmittag gab Dr. Manuel Vermeer Einblicke in seine mehr als 30-jährige Asienerfahrung, welche insbesondere die neue Seidenstraße Chinas und die damit verbundenen Konsequenzen für europäische Unternehmen in den Mittelpunkt rückte. Insbesondere China's Weltmachtstreben und der Ausbau strategischer Netze für Wirtschaft, Militär, Infrastruktur etc. waren dabei Kern des Themas. Abgerundet wurden die interessanten Einblicke durch einen Vergleich zur Entwicklung Indiens sowie möglichen geopolitischen Entwicklungen der beiden Länder.

Das nächste Treffen findet Anfang Juli statt.

Treffen am 04.04.2019

Beim vierten Treffen des Einkaufsleiterkreises wurde das Tagesthema „Die Rolle des Einkaufs im Spannungsfeld Digitalisierung – Organisation – (Agiles) Management“ in den Mittelpunkt gerückt. Wichtig war dabei, dass die Themen nicht einzeln, sondern ganzheitlich zu sehen sind und welche Herausforderungen dies mit sich bringt. Zu Gast war hierzu Jan-Henner Theißen, der die Runde an seinen zahlreichen Erfahrungen, die er in verschiedenen Einkaufs- und Führungsfunktionen bei Global Playern im In- und Ausland sammeln konnte, teilhaben lies. Hierzu wurde anknüpfend an dass vorherige Treffen das Thema Digitalisierung im Einkauf aufgegriffen, wobei es bei diesem Termin stärker Organisationsfragen im Dialog mit dem Experten besprochen wurden. Ein wesentlicher Punkt dabei war es, dass der Einkauf intern seine Rolle im Unternehmen definieren und insbesondere seine Prozesse und deren Wertbeitrag kennen muss. Erst dann und nach festgelegter Priorisierung können Digitalisierungsthemen vorangetrieben werden, wobei dies schrittweise getreu dem Motto "Small Steps, but think BIG" erfolgen sollte.

Nach der Mittagspause wurde dann der Bereich Organisation, Agilität und Change Management im Einkauf fokussiert. Insbesondere im Bereich des Materialgruppenmanagements gibt es eine Vielzahl möglicher Zuordnungen. Dennoch ermöglicht ein ausgereiftes System eine hohe Flexibilität, insbesondere bei der Anbindung von anderen Ländern oder bei M&As. Wichtig ist dabei, dass nicht zwingend auf moderne Methoden, wie bspw. SCRUM, zurückgegriffen werden muss, sondern vielmehr die Stärken der bestehenden Infrastruktur genutzt werden können. Oftmals kann Agilität auch durch eine Stärkung der Verantwortung der Category Manager erreicht werden, sodass deren Kompetenz steigt, wodurch dies auch zu einem Führungs- bzw. Entwicklungsthema wird.

Das nächste Treffen findet Anfang Mai 2019 statt.

Treffen am 13.02.2019

Beim dritten Treffen der aktuellen Runde wurden die im vorherigen Treffen ausgearbeiteten Punkte weiter vertieft. Hierzu konnte das niederländische Startup WTP-Whatstheprice, welches in seinem Heimatland bereits sehr erfolgreich am Markt etabliert ist, für einen Gastvortrag gewonnen werden. Deren Tool soll es Unternehmen erlauben „Mit Big Data faktenbasiert [zu] verhandeln“. In ca. 5 Minuten können 95% zutreffende Preiskalkulationen für einzelne Produkte/Rohstoffe ermittelt werden. Dazu werden Daten von über 1000 Rohstoffen aus mehr als 55 Ländern und von über 250.000 Unternehmen mittels Big Data Analyse durchsucht. Es werden Preisentwicklungen der letzten 10 Jahre, Wechselkurse, anteilige Lohnkosten, Energiekosten etc. in den jeweiligen Zielländern einbezogen. Basierend auf Durschnittswerten erfolgt dann die finale Preiskalkulation. Das Ziel des Tools ist es den Nutzern eine schnelle und möglichst transparente Preisübersicht im Sinne von "No Perfiction, but Direction" zu geben, damit diese einerseits eine fundiertere Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten einnehmen können und andererseits eine bessere Transparenz für das eigene Unternehmen erzielen. In der Diskussion mit den Teilnehmer wurde dann insbesondere der Mehrwert für B-/C-Teile diskutiert, während Teile mit hoher Komplexität nach aktuellem Stand eher schwierig abgebildet werden können.

Am Nachmittag stellte Prof. Dr. Bogaschewsky dann die zum damaligen Zeitpunkt laufende Studie des BME-Barometers Elektronische Beschaffung mit dem Titel "Die alte und die neue Welt des e-Procurement – was ist Realität, was Vision?" vor. Dabei konnten erste Einblicke zu einzelnen Verteilungen gegeben und in Relation zu Vorjahresergebnissen gesetzt werden. Grundsätzlich zeigen alle aufgeführten Kategorien bzgl. der Notwendigkeit des Einsatzes von E-Tools deutlich höhere Werte im Vergleich zum Vorjahr, was auch für ein gestiegenes Bewusstsein, insbesondere bei KMUs spricht. Beim Stand der Umsetzung deutet sich eine klare Zunahme von R2P-Tools an, während insgesamt viele Unternehmen noch in Einführungsphasen oder erst in konkreten Planungen sind. Bzgl. der Zufriedenheit mit dem aktuellen Stand in ihrem Unternehmen, der erreichten Nutzungsintensität und der angestrebten Nutzungsintensität sehen viele Unternehmen noch Verbesserungspotential. Die finalen Ergebnisse und die komplette Studie werden an den 10. BME-eLösungstagen am 12./13.03.2019 in Düsseldorf vorgestellt.

Das nächste Treffen findet Anfang April 2019 statt.

Treffen am 20.11.2018

Beim zweiten Treffen des aktuellen Kreises wurde das Thema Digitalisierung fortführend vertieft. Hierzu hielt Prof. Dr. Bogaschewsky am Vormittag einen Vortrag zum Thema "Automated and Disruptive Procurement". Dabei ging es vor allem darum sich dem Thema allgmein und sachlich anzunähern, indem zunächst die zukünftigen allgemeinen STI Megatrends aufgezeigt und deren Verknüpfung zu digitalen Prozessen dargestellt wurden. Außerdem ist es für Unternehmen von großer Bedeutung die Rolle des Einkaufs/SCM intern klar zu definieren und auch welche Ziele und Gewichtung der Einkauf zukünftig im Unternehmen haben soll. Davon ausgehend können dann kritische Prozesse (insbesondere operativ) automatisiert werden, sodass mehr Ressourcen für die wichtigen, strategischen Ziele zur Verfügung stehen. Auch in diesem Bereich gibt es mittlerweile schon viele digital Entscheidungshilfen. Der Prozess der Zielfestsetzung, digitaler Ausrichtung und Evaluation der erreichten Ziele ist als iterativer Vorgang zu sehen.

Am Nachmittag wurde dann der Stand der Digitalisierung in den einzelnen Unternehmen diskutiert und einzelne Projekte vorgestellt. Insbesondere der Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bereich des Global Sourcing fand dabei großes Interesse. Mittlerweise ermöglichen einige Start-Ups durch solche Lösungen eine wesentliche Zeitersparnis gegenüber dem herkömmlichen Rechereche-Prozess, insbesondere für Spezialteile oder aber in Regionen, in denen man als Unternehmen selbst weniger Know-How vorweisen kann. Dem gegenüber stehen gerade für mittelständisch gesprägte Unternehmen häufig noch (zu) hohe Kosten, eine gewisse Intransparenz was den Suchprozess angeht (bis zum Vorliegen der Long-/Shortlist) und die Ungewissheit, ob die Kosten durch das jeweilige Ergebnis entsprechend zu rechtfertigen sind.

Das nächste Treffen findet dann im neuen Jahr 2019 statt.