Starttermin der neuen Runde des CfSM-Einkaufsleiterkreises

Zum Auftakt der neuen Runde wurden die Teilnehmer zunächst von Prof. Dr. Bogaschewsky begrüßt.

Inhaltlich ging es bei dem ersten Treffen vor allem um das Kennenlernen der Kollegen und den Austausch der Interessen über die weiteren Schwerpunkte untereinander. Entsprechend wurde der Vormittags-Slot dafür genutzt, die unterschiedlichen Branchen und damit verbundenen Herausforderungen in den jeweiligen Unternehmen genauer vorzustellen. Auch in diesem Jahr zeichnet sich eine spannende Mischung aus verschiedenen Strukturen und Industrien ab. Neben Automobilzulieferern und Herstellern von Messtechnik für verschiedene Bedarfe, finden sich auch wieder Maschinen- und Anlagenbauer, aber auch Branchen wie Medizintechnik und Chemie im Kreis wieder.

Nach der Mittagspause stellte Prof. Dr. Bogaschewsky in einem Kurzvortrag das CfSM vor und eröffnete die Diskussion über die weiteren Themenschwerpunkte. Diese wurde für einen intensiven Austausch genutzt. Spannend war vor allem das gemeinsame Interesse an Fragestellungen der Digitalisierung, der globalen Organisation einer Einkaufsabteilung und auch die vergleichbaren Schwierigkeiten des HR im Einkauf trotz heterogener Branchen und teilweise abweichender Größe des Unternehmens bzw. der Einkaufsabteilung. Zum Abschluss der Diskussion wurden dann die Themenblöcke für den weiteren Verlauf des Einkaufsleiterkreises abgestimmt, wobei die Agenda wie in den vergangenen Jahren auch stets dynamisch an das Interesse der Teilnehmer angepasst werden kann.

Wir freuen uns nach dem vielversprechenden Auftakt auf weitere spannende Treffen und Themen!

Inhalte der zweiten Runde des CfSM-Einkaufsleiterkreises

Prägendes Themengebiet der bisherigen Treffen war und bleibt für die noch ausstehenden Treffen die fortschreitende Digitalisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Einkauf und das SCM. Des Weiteren stehen Fragen der Organisation, Führung und Steuerung u.a. in Verbindung mit Global Sourcing-Strategien sowie Fragen der Nachhaltigkeit im Vorder­grund. Von hoher Bedeutung sind auch Fragen der Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Erschließung von Innovationspotentialen sowie Herausforderungen der Gewinnung, Bindung, Motivation und Qualifikation von geeigneten Mitarbeitern weltweit und in Verbindung mit inter­kulturellen Fragestellungen. Weitere Themen werden situationsbezogen durch die Teil­neh­mer eingebracht und behandelt.

Treffen am 02.05.2018

Das letzte Treffen im Zyklus 2017/2018 bot einen abwechslungsreichen und interessanten Austausch. Den Anfang machte eine kurze Diskussion der Teilnehmer untereinander über globale Veränderungen und damit verbundene Sourcing Fragen. Insbesondere zuletzt vermehrt auftretende Betriebsprüfungen in China sowie das Schließen von Gießereien bereitet einigen First-Tier oder Second-Tier Lieferanten große Probleme. Dies rückt den Fokus stärker in Richtung Indien, was wiederum weitere Überlegungen mit sich brachte.

Im Anschluss wurde das Thema Digitalisierung noch einmal aufgegriffen. Zu Gast war Frau Anja Wilde (contractus GmbH) und gab einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Blockchain-Technologie im Bereich der Beschaffungslogistik. Insbesondere die hohe Manipulationssicherheit und die Beschleunigung der Prozesse eröffnen neue Perspektiven im SCM-Kontext. Hinzu kommen weitere Anwendungsfelder, die durch ein stetig wachsendens Netzwerk ausgebaut und ausgetauscht werden können.

Am Nachmittag war das Thema Führung von Mitarbeitern und persönliche (Weiter-) Entwicklung im Fokus. Hierzu gab Nicolas Silbermann (CEO, AEB GmbH) einen persönlichen Einblick in seine Erfahrungen aus dem Wechsel vom CPO eines Unternehmens mit Konzernstruktur zum CEO eines KMU. Zur Sprache kamen dabei die wechselseitigen strategischen und operativen Anforderungen sowie

Treffen am 21.03.2018

Als externe Experte im Bereich digitaler Vernetzung von freien Produktionskapazitäten war Thomas Hoffmeister, CEO und Gründer der Fabrikado GmbH, zu Gast. In seinem Vortrag zeigte er auf, wie über die lieferantenunabhängige und cloudbasierte B2B-Plattform Metallbauteile bestellt, produziert und geliefert werden können. Aufgrund fehlender Automation im Einkaufsprozess, zu geringer Transparenz und zeitintensiven Recherchen sowie Kalkulationen besteht bei vielen Unternehmen enormes Potential zur Zeit- und Kostenreduktion. Durch die intelligente, automatisierte Vernetzung des einkaufenden Unternehmens mit einer Vielzahl qualifizierter und auditierter Lieferanten werden die Bedarfe dank Sofortpreiskalkulation vergeben, wodurch sich die beschaffenden Unternehmen bis zu 40% Zeitersparnis im Vergleich zum herkömmlichen Beschaffungsprozess von B-Teilen einsparen können. Zusätzlich wird es in naher Zukunft möglich sein die bereits bestehende Lieferantenbasis über eine OEM-Softwarelösung zu integrieren, wodurch vor allem auch die Kommunikation beschleunigt wird.

Im zweiten Teil des Treffens wurden zunächst Prognosemodelle zum Vorkommen und den Reichweiten von Rohstoffen vorgestellt. Durch die immer stärker zunehmenden Bedarfe an einzelnen Rohstoffen werden Unternehmen in (naher) Zukunft vermehrt Herausforderungen bei der Versorgungssicherung bewältigen müssen. Dies beeinflusst insbesondere strategische Planungen im Einkauf und SCM.

Zum Abschluss wurden die aktuellen Studienergebnisse des BME-Barometers "Elektronische Beschaffung" vorgestellt und mit den Teilnehmern über den aktuellen Stand der Digitalisierung im eigenen Unternehmen und die Anforderungen an zukünftige Mitarbeiter im Einkauf diskutiert.

Treffen am 08.02.2018

Als externe Experten für eine der disruptiven digitalen Lösungen im Einkauf zeigten Geschäftsführer der Scoutbee GmbH die Möglichkeiten des Einsatzes von AI-Technologien beim weltweiten Auffinden von Lieferanten auf. Hierbei werden Software“agenten“ im Web ein­ge­setzt, die viele Millionen Datenquellen in bis zu 12 Sprachen nach vielversprechenden Anbie­tern durchsuchen. Der selbstlernende Algorithmus generiert Resultate in Form einer Long­­list bzw. Shortlist, die mittels eines cloudbasierten Front-Ends dem Einkäufer über­sicht­lich dargestellt werden. Gleichzeitig werden die Lieferantendaten hinsichtlich möglicher Risi­ko­­aspekte geprüft und ermöglichen dem Unternehmen bereits vorab, Fehler bei der Liefe­ran­ten­auswahl zu vermeiden. Diese Lösung wurde intensiv diskutiert, da hier bisher als i.w.S. stra­te­gische Aufgaben softwareseitig umfassend unterstützt werden, was weitreichende Fol­gen für den Einkauf und dessen Positionierung im Unternehmen sowie den einzelnen Ein­käu­fer zei­tigen dürfte.

Als weiterer Schwerpunkt wurde das Thema „Nachhaltigkeit in Einkauf und SCM“ diskutiert und ein Vortrag seitens eines Teilnehmers eingebracht. Anschließend wurde dieses für die meis­ten Unternehmen sehr wichtige Thema intensiv erörtert und dabei Fragen aufgegriffen, wie Nachhaltigkeitsdaten abgebildet und inwieweit diese bereits mit bestehender Risiko­mana­gement-Software vernetzt werden können.